

Der (neue) Staudamm
entspricht dem 17fachen Volumen der Pyramide in Giza.
Maxi. Höhe 111 m. Dammlänge auf dem Kamm: 3.830 m. Dammbreite
an der Basis: 980 m. Dammbreite oben: 40 m. Anzahl der Haupttunnel: 6. Anzahl
der Tunnelzweige: 24. Anzahl der Turbinen: 12. Max. Leistung der Turbine:
175.000 kw. Max. Ablauf der Turbine: 346 m/sec. Länge des Stausees: 500
km, Reservoirgröße: 6000 km. Gesamte Kapazität des Reservoirs:
169.000 million m. Menge der Steinefüllung ist ungefähr 43 Mill.
Kubikmeter.
Der Besuch des Staudamms wird als Paket mit dem Unvollendeten
Obelisk und Philae
angeboten (vgl. linke Seite).
Bereits 1898 wurde der
Alte Staudamm begonnen: Unter der Aufsicht britischer Ingenieure arbeiteten
800 italienische Steinmetze sowie tausende Nubier und Ägypter Tag und
Nacht, bis 4 Jahre später die Pyramide des 19. Jahrhunderts
fertiggestellt war.
Die Anlage reichte, um das Land stromab bis in den Winter zu bewässern.
Im Sommer wurden zur alljährlichen Flutwelle alle 180 Tore im Damm geöffnet,
so dass das Ackerland überschwemmt wurde und der fruchtbare Nilschlamm
sich auf den Feldern ablagerte. Nach der Flut - in den immer noch wasserreichen
Monaten - wurden die Tore geschlossen und der See wieder aufgefüllt.
Im Januar schloss man den Damm für Reparaturmaßnahmen um ab Februar
das Wasser wieder kontrolliert durch einige Tore langsam abzulassen.
Zu Beginn der 50er Jahre wurde der Neue Assuanstaudamm (Sadd El-Ali) geplant.
Im Januar 1956 wurde eine neue Verfassung verkündet, im Juni gewann Nasser
die Präsidentschaftswahlen. Die USA, England und die Weltbank, die mittels
einer Anleihe den Bau mit finanzieren wollten, kündigten ihre Zusagen.
Ägypten war erschüttert. Denn eine ausschließlich auf die
Landwirtschaft gestützte Ökonomie konnte sich das Land nicht mehr
leisten. Um den Industriealisierungsprozess voranzutreiben, war Stromgewinnung
durch den Assuandamm notwendig. Die Fellachen (Bauern) rechneten mit wesentlich
höheren Ernteerträgen durch eine geregelte Bewässerung des
Landes. Darüber hinaus sollte der Damm den Dorfbewohnern, die seit Jahrhunderten
beim Licht der Öllampen lebten und arbeiteten, den dringend benötigten
Strom liefern.
Präsident Nasser wandte sich an die Sowjetunion, die Hilfe zusagte.
Am 26. Juli 1956 verstaatlichte Nasser den Suezkanal. In einer Radioansprache
verkündigte er, die Einnahmen aus dem Kanal 35 Mio Dollar pro
Jahr würden nun nicht mehr in die Kassen der anglo-französischen
Kanalgesellschaft fließen, sondern in die seines rechtmäßigen
Besitzers Ägypten. Mit diesem Geld könne nun der Assuandamm gebaut
werden und das Opfer der 120.000 Ägypter, die beim Bau des Suezkanals
gestorben sind, wäre nicht umsonst gewesen.
Am 9. Januar 1960 feierte man mit der ersten Sprengung den Baubeginn, am 15.
Januar 1971 wurde der 3,6 km lange und 110 m hohe Damm eingeweiht. Ein lotusblütenförmiger
Betonturm wurde als Gedenkstätte für die ägyptisch-sowjetische
Zusammarbeit aufgebaut.
Während der 80er Jahre bewahrte er ägyptische Bauern vor einer Dürreperiode:
In der Zeit zwischen 1979 und 87 fiel in Äthiopien fast kein Regen, so
dass der Speicherinhalt des Nasser-Stausees sich halbierte. 1988 kam dann
viel Regen über das äthiopische Hochland, was ohne den Damm zu schweren
Überschwemmungen in Ägypten geführt hätte.

Philae, Staudamm und Obelisk
inklusive Reiseführer(-in):
Transfer mit dem Microbus (mit Klimaanlage) vom Hotel, Boot um Sie zu der
Insel von Philae zu bringen, weiterer Besuch von Staudamm und Obelisk:
400 EGP
Zuzüglich Tickets:
Philae 50 EGP
Highdam 20 EGP
Obelisk 30 EGP
(Philae, Staudamm, Obelisk
plus Kalabsha Temple inkl.Reiseführer
500 EGP)


