Einkaufen auf dem Markt: der Suq

"Gibt es denn hier keinen Supermarkt - wissen sie, so was wie eine Big Mall?" fragte mich auf englisch eine Japanerin – und tatsächlich – so etwas existiert nicht. Statt dessen gibt es den Suq, einen großen Markt, etwa drei Kilometer lang, wo man einfach alles erhält, reife süße Früchte, Gemüse, so voll Geschmack, Lebendgeflügel, Fleisch, das direkt von der Rinderhälfte abgesäbelt wird, die vor dem Laden hängt. An einem Stand findet man frischen Fisch, am nächsten Stand kann man ihn sich in Büchsen einschweißen lassen, wobei der Lötkolben mit heißer Kohle erhitzt wird.

Weiche Tücher, Kleidung, Tee, Gewürze und Weihrauch, groß wie Pflastersteine, werden in den Gassen des Marktes angeboten. Kinder möchten Schuhe putzen um Geld für ihre Familien zuzuverdienen, „Saftläden“ bieten Erfrischungen an. Zum Beispiel „Assir Assab“, Saft der aus zwei Meter langem Zuckerrohr gewonnen und direkt vor Ihren Augen ausgepresst wird (Bilder unten). Der ist so erfrischend, dass er meistens auf einen Zug ausgetrunken wird, ohne das Glas abzusetzen.

Und falls Sie zwischendurch ausruhen möchten laden Cafeterias zum Tee, Mocca, Joghurtshake und zur Wasserpfeife ein, während Sie die lachenden Menschen um sich herum in aller Ruhe beobachten können.